Die meisten Künstler behandeln jede Anfrage gleich: Lesen, antworten, hoffen. Das ist, als würdest du ohne Beleuchtung auf die Bühne gehen.
Was ist eine Pipeline?
Ein visuelles System mit definierten Phasen — von „Neu" bis „Durchgeführt". Als Kanban-Board: links kommen Anfragen rein, rechts verlassen sie's als bezahlte Shows.
Die sechs Phasen
- 01Neu — Anfrage gerade reingekommen, noch nicht bearbeitet
- 02Qualifiziert — Daten komplett, Event-Datum frei, passt grundsätzlich
- 03Angebot gesendet — PDF raus, wartet auf Rückmeldung
- 04Gebucht — Kunde hat zugesagt, Vertrag unterzeichnet
- 05Vorbereitung — Show wird geplant, Team briefing, Technik-Check
- 06Durchgeführt — Event war, Rechnung raus, Feedback eingeholt
Warum es funktioniert
- Nichts geht verloren — Jede Anfrage ist sichtbar, mit Zeitstempel
- Nachfassen wird einfach — Du siehst offene Angebote sofort, mit Alter
- Statistiken — Wo verlierst du Kunden? Bei welcher Stage bleiben sie hängen?
- Prognose — Umsatz-Forecast über alle Stages, gewichtet nach Conversion
Deine Quote ausrechnen
Zwei Zahlen genügen. Ein Rechenbeispiel — das sind ausgedachte Zahlen zur Veranschaulichung, keine Branchenwerte:
- Aus 100 Anfragen werden 70 Angebote
- Aus diesen 70 Angeboten werden 28 Buchungen
- Deine Gesamtquote: 28 von 100
Setz deine eigenen Zahlen ein. Interessant ist nicht die Höhe, sondern die Veränderung: Sackt eine der beiden Stufen ab, weißt du, wo du ansetzen musst — zu späte Antwort, schwaches Angebot, kein Nachfassen.
Fazit
Eine Pipeline ist der Unterschied zwischen „Ich hoffe" und „Ich manage". Sie zeigt dir, wo Anfragen liegen bleiben — und dort kannst du ansetzen, ohne mehr Anfragen zu brauchen.