GEMA bei Feiern: Wer meldet an?
Kurz gesagtZuständig für die Anmeldung ist grundsätzlich der Veranstalter, nicht der Künstler. Rein private Feiern im Familien- und Freundeskreis gelten in der Regel nicht als öffentlich und müssen nicht angemeldet werden. Verbindlich Auskunft gibt die GEMA selbst.
Was ist die GEMA, und worum geht es?
Die GEMA nimmt in Deutschland die Rechte von Komponisten, Textdichtern und Musikverlagen wahr. Wird geschützte Musik öffentlich wiedergegeben, ob live oder vom DJ, braucht es dafür eine Lizenz.
Wann gilt eine Feier als öffentlich?
Das Urheberrecht stellt darauf ab, ob die Gäste untereinander oder mit dem Gastgeber persönlich verbunden sind. Eine Hochzeit oder ein Geburtstag mit geladenen Verwandten und Freunden ist deshalb in der Regel privat.
Anders sieht es aus, wenn der Kreis offen ist, Eintritt verlangt wird oder die Gäste sich nicht persönlich verbunden sind. Betriebsfeiern, Vereinsfeste, Stadtfeste und Messen sind typische Fälle, bei denen du die Frage klären solltest.
Wer muss anmelden?
Der Veranstalter, also derjenige, der die Feier ausrichtet und verantwortet. Das gilt auch, wenn die Musik von einer gebuchten Band oder einem DJ kommt. Die Anmeldung erfolgt vor der Veranstaltung.
Bei Live-Musik kann die GEMA eine Liste der gespielten Titel verlangen. Bands kennen das und helfen dir dabei.
Was solltest du konkret tun?
Frag zuerst die Location: Manche haben eigene Vereinbarungen, die bestimmte Veranstaltungen abdecken. Ist das nicht der Fall und deine Feier nicht rein privat, melde sie über das Portal der GEMA an.
Dieser Beitrag erklärt Grundzüge und ersetzt keine Rechtsberatung. Im Zweifel frag bei der GEMA nach, bevor du etwas unterschreibst oder ausrichtest.